Direktor Schweiz Tourismus, Martin Nydegger - Public Sector Insight

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Im Rahmen der Interviewserie teilen Persönlichkeiten aus der Schweizer Politik, Wirtschaft, Forschung und Medien ihre Meinungen zu technologischen Entwicklungen, Erwartungen an die Schweizer Verwaltungen und empfehlen ihr Lieblingsbuch. Die Äusserungen und Meinungen in den Interviews sind persönlicher Natur. Im Rahmen der Serie beziehen Exponenten unterschiedlicher Organisationen und Parteien Stellung. Deloitte ist unabhängig, neutral und unterstützt keine politischen Institutionen.

Martin Nydegger

Seit 1. Januar 2018 ist Martin Nydegger Direktor von Schweiz Tourismus. Er ist seit 2008 Mitglied der Geschäftsleitung und leitete den Bereich Business Development bis Ende 2017. Davor hatte er drei Jahre lang die ST-Niederlassung in Amsterdam geführt. Vor seinem Engagement bei ST wirkte er bereits an verschiedenen Positionen im Tourismus, darunter sechs Jahre als Direktor der Tourismusorganisation Engadin Scuol. Der Berner Nydegger hält einen exec. MBA in strategischer Unternehmensführung und hat sich wiederholt im Bereich des Marketing Managements weitergebildet. Er ist verheiratet und hat einen elfjährigen Sohn.

Was schätzen Sie an der Schweiz?

Wie die meisten unserer Gäste die atemberaubende Natur und die erhabenen Berglandschaften. Dann aber auch die attraktiven «Boutique Towns», wie wir unsere Schweizer Städte nennen.

Welche Erwartungen haben Sie als Bürger an die Schweizer Verwaltungen?

Bei uns in der Schweiz läuft die Verwaltung reibungslos und effizient, gerade auch im Vergleich zu anderen Ländern. Darauf zähle ich auch in Zukunft.

Was würden sie in der Schweiz sofort ändern, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten?

Im Schweizer Tourismus sollte noch mehr bewusst an einem Strang gezogen werden. Die sinnvolle Kooperationsbereitschaft lässt bisweilen zu wünschen übrig.

Welche kurz- und langfristigen Herausforderungen sehen Sie im Schweizer Tourismus?

Nach wie vor die Rückgewinnung der europäischen Gäste nach den riesigen Verlusten der letzten Jahre. Auch wenn 2017 wieder ein Hotelübernachtungsplus aus der Eurozone verzeichnet werden konnte. Es gibt noch viel Luft nach oben.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Schweiz Tourismus aus?

Bahnbrechend. Deshalb leben wir bei Schweiz Tourismus die Digitalisierung und halten uns nicht mit der Definition einer Digitalisierungsstrategie auf. Bei uns denkt jeder digital, nicht bloss der Bereich Digital Management.

In welchen Bereichen sehen Sie Optimierungspotential in der Vermarktung der Schweiz oder auf welche Bereiche möchten Sie sich fokussieren?

Wie bereits erwähnt müssen die Akteure der Tourismusbranche am selben Strick ziehen, heute mehr denn je. Bei der Vermarktung nehmen wir internationale Reisetrends auf und entwickeln entsprechende touristische Angebote.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für den öffentlichen Sektor in den nächsten 5 Jahren?

Mit der Überalterung der Gesellschaft werden wir uns überlegen müssen, wie unser Gesellschaftsvertrag in Zukunft aussehen wird.

Welche Technologie fasziniert Sie und welche wird unser Leben in fünf Jahren grundlegend verändern?

Ich bin fasziniert von Virtual Reality, Augmented Reality und Artificial Intelligence. Diese Technologien befinden sich aktuell im Experimentier-Stadium. Im Tourismus wird dies grossen Einfluss auf die Reiseinspiration der Gäste haben.

Welche Gefahren sehen Sie in der technologischen Entwicklung?

Der Tech-Hype bietet Nährboden für viele «Leechers», die ahnungslosen Leistungsträgern unnötige technische Plattformen und Services verkaufen. Eine wichtige Kernkompetenz ist es, die soliden Systeme und Technologien von den schlechten System zu unterscheiden.

Welches Buch empfehlen Sie als „Must Read“?

Alle von Martin Suter.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit (am Leben oder nicht) würden Sie gerne Abend essen – und warum?

Barack Obama, Justin Trudeau oder Emmanuel Macron. Drei coole Staatsmänner mit Souveränität und Seriosität. Sie versprühen eine Locker- und Leichtigkeit, die mich beeindruckt. 

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Philipp Roth - Partner, Public Sector

Philipp Roth ist Partner bei der Deloitte Consulting AG und ist Leiter des öffentlichen Sektors in der Schweiz. Mit mehr als 17 Jahren Projekterfahrung in der Bundesverwaltung, sowie in verschiedenen Kantonen und Städten, verfügt er über ein sehr grosses Fach- und Prozesswissen. Zudem hat Philipp verschiedenste Organisationen im Bereich Digitalisierung und Automatisierung, sowie auf strategischer als auch auf operativer Ebene beraten.

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Jen Frei - Senior Consultant, Public Sector

Jen Frei ist ein erfahrener Berater bei Deloitte im Team Business Design mit Fokus auf den öffentlichen Sektor in der Schweiz. Er ist spezialisiert auf Business Analysen, Operational Excellence Initiativen sowie Projekt- und Programm-Management.

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