Qualifizierte Arbeitskräfte im digitalen Zeitalter - Public Sector Insight

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Steigende globale Mobilität, zunehmende Digitalisierung, Automatisierung sowie Innovationen im Bildungswesen verändern die Anforderungen am Arbeitsplatz.

Die Fähigkeit talentierte und qualifizierte Arbeitskräfte zu finden und an die Unternehmung zu binden, rückt für viele Organisationen in den Vordergrund und verdrängt traditionelle Karrierepfade im öffentlichen Sektor zugunsten einer offenen und flexiblen Personalstrategie.

Bedingt durch eine rasch alternde und berufstätige Bevölkerung und den rapiden technologischen Fortschritt stehen wir einem massiven Mangel an Fachkräften gegenüber. Denn diese Trends beschleunigen den Wandel zu immer flexibleren Arbeitskräften, welche sich über nationale Grenzen hinweg zwischen Jobs in der Privatwirtschaft, sozialem Engagements und dem öffentlichen Sektor frei hin und her bewegen können. Mitarbeiter fordern flexible Arbeitszeiten und teilen ihre Informationen über soziale Medien. Neue Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ergänzen die klassischen Karrierepfade. Zunehmende Automatisierung in der Analyse von Daten und Informationen wird den Fokus von Beamten auf den direkten Kundenkontakt verstärken. Aufgrund dieses Wandels von technologischen, demographischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändert sich zukünftig die Rolle des öffentlichen Sektors als Arbeitgeber.

Um zur richtigen Zeit die passenden Arbeitskräfte akquirieren und halten zu können, müssen sich die Organisationen im öffentlichen Sektor frühzeitig auf diese veränderten Rahmenbedingungen einstellen und neue Arbeitsformen schaffen. Zum Beispiel werden öffentliche Institutionen ihre Aufgaben vermehrt über alternative Kanäle oder neue Kooperationsformen in Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen oder zivilen Vereinen wahrnehmen. Alternative Kanäle wie digitale Servicestrategien oder sich wandelnde Arbeitsmodelle fordern zusätzliche Fähigkeiten von Beamten und Fachkräften.

Öffentliche Institutionen können sich nicht auf gegenwärtige Arbeitgeber/Arbeitnehmer-Beziehungen verlassen, sondern müssen bei der Umwerbung und Akquirierung von qualifizierten Fachkräften neue Wege einschlagen. Der öffentliche Sektor muss zukünftig offene Mitarbeiter-Netzwerke aufbauen, um jederzeit auf die besten Fachkräfte zugreifen zu können. Solche offenen Netzwerke verändern und erweitern den Blickwinkel bezüglich der Personalbeschaffung und -pflege weg von den eigenen Mitarbeitenden hin zu allen qualifizierten Fachkräften in der gesamten Wertschöpfungskette:

  • Partnership Talent – Fachkräfte aus Interessens- oder Arbeitsgemeinschaften
  • Borrowed Talent – Fachkräfte von Auftragnehmern und Lieferanten
  • Freelance Talent – unabhängige und individuelle Fachkräfte
  • „Open-Source“ Talent – Fachkräfte, die Teil der Wertschöpfungskette sind.

Damit diese Netzwerke genutzt werden können, müssen Mitarbeitende stärker als Investitionsgut und weniger als Aufwandposten in einer ganzheitliche Personalstrategie individuell gewonnen, weiterentwickelt, entlohnt und gebunden werden. In Personal muss investiert werden und diese Investitionen müssen gemessen werden. Das „Open Talent Economy“ Framework von Deloitte bietet Ihnen einen Orientierungsrahmen für eine zukunftsfähige Talententwicklungsstrategie, welche drei Komponenten vereint:

  • externe Einflussfaktoren

(Globale Megatrends zusammen mit regionalen und branchenweiten Trends)

  • Talentinvestitionen

(Verfügbare Strategien, Programme und Infrastrukturlösungen)

  • Business Performance

(Messbare geschäfts- und talentbezogene Resultate getätigter Investitionen)

Durch offene Netzwerke und eine ganzheitliche Personalstrategie können Institutionen im öffentlichen Sektor auch in Zukunft auf die besten Talente für die jeweiligen Aufgaben zugreifen.

Wie stellen Sie sicher, dass Sie die besten Talente akquirieren? Sind Sie bereits Teil der Open Talent Economy? Teilen Sie hier Ihre Meinung mit uns?

 

Haben sie weitere Fragen? Dann kontaktieren Sie uns:

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Stefan Russian - Direktor, Public Sector

Stefan ist Consulting Direktor und spezialisiert auf Beratungsdienste für Schweizer Regierungskunden aus dem öffentlichen Sektor. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit Strategieprojekten, Zielbetriebsmodellen, dem Coaching von Programmmanagern, Kostenoptimierungen und Effizienzsteigerungen in Geschäftsprozessen, grossen Rollouts von Standard-Software sowie IT-Professionalisierungen.

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Pablo Mandelz - Senior Consultant, Public Sector

Pablo Mandelz ist ein erfahrener Berater bei Deloitte und leitet das Team Business Design mit Fokus auf Business Analyse, Unternehmensarchitektur, Projekt- und Programm-Mangement sowie Innovationsmanagement im Public Sector der Schweiz. Er arbeitet an der Initiative Government 2020 in der Schweiz aktiv mit und hat bereits mit mehreren Organisationen Innovations- und Strategie-Workshops zur Zukunft im öffentlichen Sektor geleitet. 

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