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Ein Blick in die Zukunft verrät, dass die Herausforderungen für Städte, sei es zunehmende Urbanisierung, Umweltverschmutzung oder Ressourcenknappheit, immens sind. Die Opportunitäten intelligenter Informations- und Kommunikationstechnologien im urbanen Raum sind riesig und es scheint lediglich eine Frage der Zeit, bis dieses Potential von den Städteplanern umfassend erschlossen wird.

Wie sieht die Stadt von morgen aus?

Die Dynamik der digitalen Transformation, welche bereits grosse Teile der Industrie erfasst hat, wird nicht an den Toren einer Stadt abbremsen. In Zukunft sollen auch Bereiche wie Verkehr, Infrastruktur, Energieversorung, Verwaltung und öffentliche Sicherheit miteinander vernetzt und digital sein. Das bedeutet beispielsweise, dass Strassenabschnitte, Parkplätze, Laternen oder Müllcontainer mit verschiedenen Sensoren ausgestattet und in digitalen Netzwerken verbunden werden. Dadurch wird sich eine weitere, unsichtbare Schicht intelligenter Informations- und Kommunkationstechnologien über die Stadt der Zukunft legen. Informationen zu Bewegungsströmen, Infrastrukturauslastung, Nutzungverhalten der Stadtbewohner, sowie der Energie- und Wasserverbauch werden eine wesentlich bessere Steuerung des komplexen Systems Stadt ermöglichen. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität, der Wirtschaft und der Zukunftsfähigkeit des städtischen Sieldungsraumes.

Die Anforderungen an ein Smart City Konzept sind aber so heterogen, wie die Herausforderungen, vor denen Städte wie London, Zürich, New York Peking oder Bangkok stehen. Faktoren wie zunehmende Urbanisierung, Ressourcen- und Energieknappheit, Umweltverschmutzung, demographischer Wandel oder die Entwicklung zu einer digitalen Gesellschaft haben je nach Standort unterschiedliches Gewicht und erfordern individuelle Smart City Lösungsszenarien.

Effiziente Verwaltungs- und Bürgerdienstleistungen (Smart Government), wie beispielsweise die elektronische Motorfahrzeug-Anmeldung oder die elektronische Verwaltung von Einwohnerdaten können angeboten sowie Polizei und Feuerwehr der Zugriff auf einsatzrelevante Informationen in Echtzeit ermöglicht werden. Multimodale Verkehrsangebote und intelligente Verkehrsleitsysteme (Intelligent mobility) werden den Stadtverkehr der Zukunft neu gestalten und die verschiedenen Transportmöglichkeiten stärker miteinander verknüpfen. Möglichkeiten der effizienten Energieversorung (Smart Grid, Smart Building oder Smart Metering) können die Energiebereitstellung und -bedarf besser aufeinander abstimmen und damit zukünftig den Ressourcenverbrauch reduzieren. Intelligente Müllcontainer können ihren Füllstand an eine zentrale Leitstelle übermitteln, woraufhin die Routenplanung der Müllabfuhrfahrzeuge optimiert werden kann (Smart Waste). Auch kann die medizischne Versorgung (Smart Health), etwa mittels der digitalen Übertragung medizinischer Informationen an medizinisches Personal und Patienten verbessert oder die Herstellung beziehungsweise Erhaltung der Sicherheit im öffentlichen und digitalen Raum (Cyber security) gewährleistet werden. Neben den Vorteilen, die solche vielversprechenden technologischen Entwicklungen mitbringen, sind auch die Optimierungspotentiale klar ersichtlich. So können zum Beispiel digitale, bürgerzentrierte Verwaltungsprozesse, intelligente Routenplanung der Müllabfuhr oder effizientere Verteilung und Nutzung von Energie die Ausgaben des städtischen Haushaltes nachhaltig reduzieren.

Wie eingangs erwähnt wird die Digitalisierung rasant voranschreiten und Städten diverse Handlungsmöglichkeiten bieten, um zentrale Herausforderungen der Stadentwicklung mit digitalen Lösungswegen anzugehen. Solche Szenarien diskutieren zukunftsorientierte Stadtplaner bereits seit ein paar Jahren und sie werden immer erfolgskritischer für eine ökonomische, ökologische und soziale Verbesserung des Stadlebens von morgen. Doch bei dem durchweg positiven Ausblick stellt sich abschliessend die Frage, wieso nimmt das Thema Smart City nicht flächendeckend schneller Geschwindigkeit auf? Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen bei der Digitalisierung der Stadt?

Hier finden Sie Informationen zu unserem Deloitte`s 360° Smart City Framework und dem Deloitte Gov2020 Framework

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Philipp Roth - Partner, Public Sector

Philipp Roth ist Partner bei der Deloitte Consulting AG und ist Leiter des öffentlichen Sektors in der Schweiz. Mit mehr als 17 Jahren Projekterfahrung in der Bundesverwaltung, sowie in verschiedenen Kantonen und Städten, verfügt er über ein sehr grosses Fach- und Prozesswissen. Zudem hat Philipp verschiedenste Organisationen im Bereich Digitalisierung und Automatisierung, sowie auf strategischer als auch auf operativer Ebene beraten.

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Stefan Russian - Direktor, Public Sector

Stefan ist Direktor im Consulting und spezialisiert auf Beratungsdienste für die Schweizer Regierung sowie andere Kunden im Bereich des öffentlichen Sektors. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit Strategieprojekten, Zielbetriebsmodellen, dem Coaching von Programmmanagern, Kostenoptimierungen und Effizienzsteigerungen in Geschäftsprozessen, grossen Rollouts von Standard-Software sowie IT-Professionalisierungen.

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